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Es ist 20 Jahre her, dass ich anfing, der Gemeinde in China zu dienen.
Im Juni 1990 ging ich auch meine erste Chinareise. Viele von Euch haben von meiner ersten Reise gehört und wissen, wie der Herr mein Leben veränderte. Ich hatte keine Freude an meiner Zeit in China. Ich hatte Heimweh; es war zu heiß; das Essen schmeckte mir nicht: Und ich wollte nur noch nach Hause. Ich saß im Flugzeug auf dem alten Kai Tak Flughafen in Hongkong und sagte: „Du siehst mich nie wieder." Als mein Flugzeug im Vereinigten Königreich aufsetzte, plante ich schon meine nächste Reise. Der Herr hat auf dieser Reise von Hongkong ins Vereinigte Königreich offensichtlich große Arbeit in meinem Leben geleistet. Nach dieser ersten Reise begann ich, fünfmal pro Jahr mit Teams, die Bücher und Bibeln bei sich trugen, nach China zu gehen.
Ich blicke nun zurück und sehe, wie sich die Dinge verändert haben. Natürlich haben sich in den letzten 20 Jahren in China viele Dinge verändert.
Als ich zum ersten Mal die Grenze nach China überschritt sah ich mich um und es war so, wie ich es erwartet hatte: Einige große Gebäude - der Versuch Chinas, mit der Zeit zu gehen - aber viele alte Hütten, die für mich das wahre China darstellten. Wenn ich heute auf die gleiche Reise gehe, sind alles, was ich sehe große, moderne Gebäude. Eine große Veränderung.
Ich erinnere mich, dass wir bei meinen ersten Reisen Bücher und Bibeln über die Grenze nach China brachten, weil die meisten unserer Bücher außerhalb Chinas gedruckt wurden. Ich trug Anzug und Krawatte und reiste als Geschäftsmann nach China. Ich trug einen Koffer und eine Reisetasche, die mit Büchern und Bibeln gefüllt waren. Ich steckte sogar einige kleine Bücher in meine Socken, um so viele Bücher wie möglich mitzunehmen. Wir hatten viele Grenzen zu passieren, bevor wir die Bücher in ein Hotelzimmer bringen würden, wo sie gelagert wurden, bevor wir genügend Bücher beisammen hatten, um sie in andere Teile Chinas zu bringen. Mittlerweile werden alle unsere Bücher in China gedruckt. Das bedeutet, dass wir die Bücher nicht mehr über die Grenze nach China bringen müssen. Gleichzeitig ist es kostengünstiger, die Bücher in China drucken zu lassen, also können wir mehr Bücher drucken. Das ist eine Veränderung, die stattfand.
1990 druckte AM-CCSM 20.000 Lehrbücher. In den letzten Jahren haben wir jährlich 1,5 Mio. Bücher gedruckt und auch in diesem Jahr ist unser Ziel, 1,5Mio. Bücher zu drucken. Das ist eine enorme Veränderung, die nur durch die großzügige Unterstützung unserer Spender möglich war. AM-CCSM hat mittlerweile mehr als 10Mio. Bücher gedruckt und wir stellen auch DVDs mit Bibellehre zur Verfügung.
Ich erinnere mich an meine ersten Treffen mit unseren Kontaktpersonen, bei denen wir die Taschen mit den Büchern übergaben. Erinnerungen, die ich ein Leben lang nicht vergessen werde.
Die junge Studentin war stundenlang unterwegs gewesen, um uns zu treffen. Sie sah so klein aus, als sie und außerhalb des Hotels traf. Als sie die Taschen voller Bücher sah, die wir für die gebracht hatten, war sie überwältigt. Sie weinte und sagte Danke, Danke.
Der Pastor, den ich in Zentralchina traf. Wir saßen in einem Hotelzimmer und er erzählte mir, dass er mit Gladys Aylward (der „Cockney Sparrow) gearbeitet hatte. Er begann zu weinen, während er von ihr erzählte. Dieser demütige Mann in den Siebzigern fuhr noch immer auf seinem Fahrrad durch die chinesischen Dörfer und predigte das Evangelium.
Der junge Mann, den ich in Peking traf. Bei vielen verschiedenen Gelegenheiten übergaben wir diesem Mann taschenweise Bücher, die er dann an Gläubige verteilte. Er sprach kein Englisch und ich kein Chinesisch. Wir saßen und beim Essen gegenüber und lächelten uns an. Es brauchte keine Worte. Über die Jahre wurden wir gute Freunde.
Der Straßenkehrer, den wir trafen. Wir kamen um Mitternacht, im Schutz der Dunkelheit zu seinem Haus. Wir brachten Taschen voller Bücher in sein Haus, die wir in Schränken in seinem Schlafzimmer verstauten. Als wir zusammen beim Tee saßen fragte er uns, ob wir mit ihm und seiner Frau die Bibel studieren würden. Es war mittlerweile früher Morgen und er musste um 4.00Uhr morgens zur Arbeit gehen. So groß war sein Hunger nach dem Wort Gottes.
Ich könnte noch viel mehr von den Menschen erzählen, die ich in China getroffen habe. Der Hunger und die Not nach guten christlichen Lehrbüchern waren so offensichtlich, als ich diese Menschen traf. Während ich also von Veränderungen erzähle, was hat sich verändert? Sehr wenig, wie ich sagen muss.
Ich treffe noch immer Menschen deren Hunger und Not noch genauso groß ist, wie in den ersten Jahren meines Dienstes in China. Es wäre einfach zu denken, dass die Situation sich verbessert haben müsste und die Situation für die chinesischen Gläubigen einfacher geworden sein sollte. Nun, wie bei allen anderen Dingen auch, trifft das wahrscheinlich irgendwo in China zu. Es gibt ein paar Gegenden in China, in denen man Bibeln bekommen kann, aber in anderen Gegenden sind Bibeln nicht zu bekommen. Es gibt Gegenden in China, in denen die Geschwister sich ohne große Schwierigkeiten durch die Behörden treffen können, aber es gibt auch Gegenden, in denen die Verfolgung schlimmer ist als je zuvor.
Und die Menschen, die ich heute treffe? Während eines Besuches in China trafen mein Kollege und ich eine einflussreiche Dame, die neun Stunden gereist war, um uns zu treffen. Sie erzählte uns, dass sie in ihrer Gegend eine neue Gemeinde bauten und dass sie eine Bibelschule hatten, aber dringend Lehrbücher benötigten.
Während eines Besuches kamen wir um 4.00Uhr morgens in einer Stadt an und reisten dann in ein Dorf, um die Menschen dort zu treffen. Wir gaben dem Pastor Bücher und predigten in der Gemeinde des Dorfes. Während des Treffens sah ich, wie ein Mann weinte und am Ende des Treffens konnte ich mit ihm sprechen. Er war Pastor einer Gemeinde in der Stadt. Es war so bewegend, mit ihm zu reden und zu hören, wie er ohne Lehrbücher die Gemeinde leitete. Er wollte so gerne weitere Lehrbücher haben und lud uns ein, seine Gemeinde zu besuchen.
Und wieder könnte ich weitermachen und von den Menschen erzählen, die ich getroffen habe, aber was ich sagen möchte ist, dass eine Sache, die sich nicht verändert hat, die Not nach mehr und mehr Lehrbüchern ist.
Unser Verlangen ist es, den Nöten der Gemeinde in China zu begegnen. Ich weiß, dass dies eine schier unlösbare Aufgabe ist, aber wir wollen alles tun, was wir können. Mittlerweile können wir mehr als 40 verschiedene Bücher und ein Set von 13 DVDs mit der Lehre von David Pawson „Die Bibel entschlüsseln" anbieten. Wir haben viele Bücher, die sich darauf konzentrieren, die Gemeinde auf Gottes Wort zu bauen. Wir haben auch Bücher, die Ehepaaren helfen, sich an einem erfüllten Eheleben zu erfreuen und Bücher, die Ehepaaren helfen, ihre Kinder auf biblische Art zu erziehen. Wir fügen der Liste weitere Bücher hinzu, während wir versuchen, die Not zu stillen.
Obwohl sich also viele Dinge in China verändert haben, bleiben einige Dinge gleich:
Lasst mich mit einigen Worten unserer Kontaktpersonen in China schließen:
„Vor drei Monaten kam ein Team unserer Mitarbeiter mit Taschen voller Leckerbissen für uns alle. Als wir sahen, dass es Bücher waren, waren wir vor Freude überwältigt, denn wir hatten gebetet, dass der Herr uns mehr Materialien sendet, damit wir lernen und wachsen können und bessere Christen werden können. Nachdem wir diese Leckerbissen gelesen hatten, haben wir sie alle weitergegeben und beten nun um mehr. Bitte schickt uns bald mehr."
Ein anderer sagte:
„ Wenn ich die Bibel lese, verstehe ich sie nicht, deshalb wäre es schön, wenn ihr Bücher bringen würdet, die mir Gottes Wort erklären."
Ein Pastor schrieb:
„Gestern erhielten wir 18 Kisten mit Büchern. Das ist eine große Mahlzeit! Danke! Wir sind nur ein bisschen traurig, dass wir das Gebetsheft nicht erhalten haben. Wir sehen viele Geschwister, die einen Mangel an Gebetslehre und dem Verkündigen des Wortes Gottes haben. Das macht uns große Sorgen! Das Gebetsheft ist gesalbt! Es kann Feuer im Gebet bringen, aber jetzt ist die Nachfrage größer als das Angebot. Selbst ich habe nun keines mehr in der Hand."
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