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„Großartige Besessenheit". Vor Kurzem las ich diesen Ausdruck im Bezug auf Paulus und seinen Gebrauch der Wendung „in Christus".
Selwyn Hughes schrieb: „Paulus konnte den Gebrauch dieser Wendung einfach nicht unterlassen. Wir haben 13 von Paulus geschriebene Briefe, von denen einige sehr kurz sind. Der Brief an Philemon ist nicht länger als eine Seite. Trotzdem benutzt dieser oftmals vielseitige Mann, der zeitweilig auf einem sehr hohen literarischen Niveau schrieb, in dieser wertvollen Sammlung von Briefen den Ausdruck nicht weniger als 164mal. Welch eine große Bedeutung muss es für ihn gehabt haben."
Der Ausdruck fasst ein Herzstück der Offenbarung des Paulus zusammen - nämlich, dass die schlussendliche Trennung in unserer gefallenen Welt nicht Rasse, Hautfarbe, wirtschaftlicher Status, politische Orientierung oder sonst etwas ist. Die schlussendliche Trennung liegt darin, in Christus zu sein oder nicht. Für Zeit und Ewigkeit ist das die einzige Trennungslinie für jedes menschliche Wesen.
Diese Stellungnahme und die großartigen Kommentare von Selwyn Hughes, die sie zur gleichen Zeit umgeben, bringen zwei fundamentale Fragen in meinen Sinn.
Die erste Frage ist, ob Paulus noch weitere „großartige Besessenheiten" hatte. Ich denke schon. In Römer 15,15 und 16 sagt Paulus: „...wegen der mir von Gott verliehenen Gnade, ein Diener Christi Jesu zu sein für die Nationen, der priesterlich am Evangelium Gottes dient, damit das Opfer der Nationen angenehm werde, geheiligt durch den Heiligen Geist." In Vers 20 fügt er hinzu: „So aber setze ich meine Ehre darein, das Evangelium zu verkündigen, nicht da, wo Christus genannt worden ist..."
Das war einer weitere „großartige Besessenheit" von Paulus. In diesem Ruf Gottes auf seinem Leben, die Unerreichten zu erreichen, war er absolut unnachgiebig. Gegen Ende seines Lebens stellt er in einem meiner Lieblingsverse fest: „Ich war der himmlischen Erscheinung nicht ungehorsam" (Apg. 26,19). Es geht hier um die Erscheinung auf seinem Weg nach Damaskus und später in der Stadt, wie in Apg. 9 beschrieben. Er war leidenschaftlich in dieser teuren, mutigen Vision und willig, dafür zu sterben. Er lebte, um seine „Besessenheit", die der Geist Gottes in sein Herz gelegt hatte, zu erfüllen.
Meine zweite Frage ist ganz natürlich. Was ist meine „großartige Besessenheit"? In dieser Ausgabe könnt Ihr viel von den „großartigen Besessenheiten" unseres Teams lesen. Zum Beispiel über Ians Leidenschaft, den chinesischen Gläubigen christliche Lehrbücher zur Verfügung zu stellen, egal ob es um einzelne Bedürftige geht oder um hunderttausende Gläubiger, die hungrig nach dem Wort Gottes sind. Ian war dieser Vision viele Jahre treu.
Ihr könnt von Davids Leidenschaft für die Armen, Witwen und Waisen, den Vergessenen der chinesischen Gesellschaft, lesen. Sein Team macht einen Unterschied für so viele Leben, während sie die Vision und Leidenschaft in ihren Herzen und Taten tragen.
Ihr könnt von M & Cs Vision lesen, die sich ausstrecken, junge Studenten mit der lebensverändernden Guten Nachricht von Jesus Christus zu erreichen, diese Studenten zu betreuen und ihnen zu zeigen, was es bedeutet, durch das Blut des Kreuzes „in Christus" zu sein. Wie sie manchmal ihre in die Jahre gekommenen Glieder in die ländlichen Regionen Chinas tragen, um die Studenten und ihre Familien zu erreichen ist alles andere als bequem. Aber ihre Leidenschaft treibt sie voran.
Und ihr könnt auf den folgenden Seiten auch von anderen „großartigen Besessenheiten" lesen. Das Team, das dieses Magazin vorbereitet, möchte mit seiner Vision helfen, den Schrei der chinesischen Gemeinde zu Euch zu bringen.
Aber das bringt mich zurück zu meiner zweiten Frage, wenn auch in einer etwas anderen Form. Was ist Deine „großartige Besessenheit"? An einem anderen Ort sprach ich vor Kurzem über die OMF DVD „Durchbruch", die davon erzählt, wie J.O. Fraser die Lisu Volksgruppe in China, trotz vieler Merkwürdigkeiten erreichte und eine unglaubliche Bewegung Gottes unter ihnen sah, die bis heute anhält. Er bekam diese Leidenschaft, weil Gott zu ihm sprach, als er an der Universität studierte und ihn durch die Frage herausforderte, welche Antwort er im Bezug auf die Unerreichten seiner Generation geben würde. Daraufhin gab er seine geplante, erfolgreiche Karriere als Ingenieur im Vereinigten Königreich und möglicherweise als Konzertpianist auf. Es ist mein Gebet, dass, wenn Du dieses Magazin und die Zeugnisse liest, Gott zu Deinem Herzen auf dieselbe Art und Weise, wie zu J.O. Fraser, spricht. Und dass er es wieder in meinem Herzen tut und in den Herzen der Menschen, die bei Antioch Mission - Chinese Church Support Ministries dienen.
„Herr, besuche uns bitte nicht nur mit Deinem Segen. Besuche uns während unseres Tages mit „großartigen Besessenheiten".
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