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Es ist mir eine Freude, für die China Challenge Ausgabe zum silbernen Jubiläum einen Artikel zu schreiben. Die letzten 17 Jahre waren eine unglaubliche Reise für mich. Ich durfte an der Seite so viele wunderbarer Brüder und Schwestern aus vielen Nationen arbeiten, von denen einige meine engsten Freunde geworden sind.
Man weiß nie, auf was man sich einlässt, wenn man etwas betet, wie „Herr, ich bin bereit überall hinzugehen und alles zu tun, um Deinen Willen für mein Leben zu erfüllen". Auch ich hätte mir niemals vorstellen wohin mich mein ersten Treffen mit Ross Paterson führen würde und wie es sich auf einzigartige Weise mit Gottes Willen für mein Leben verbinden würde.
Einige von Euch wissen, dass Gottes Ruf nach China für mich völlig unerwartet kam. Etwa 18 Monate zuvor hatte ich meinen Dienst als Vollzeitpastor einer Stadtgemeinde in Perth, Westaustralien verlassen. Obwohl ich nie die sprichwörtliche Handschrift an der Wand sah, nutzt der Herr doch die Bambusstruktur an der Wand unserer Dusche, um unmissverständlich zu mir zu sprechen. Ich versuchte mir einzureden, dass ich mir Dinge einbildete, aber der Herr bestätigte innerhalb der nächsten zwei Wochen durch einige andere Zeichen deutlich meinen Ruf auf eine Art, die nicht mehr zu leugnen war. Einige Zeit später erinnerte er mich an einige signifikante Fakten. Während ich in Fidschi arbeitete hatte er einen chinesischen Mann benutzt, um mich zum Glauben an Christus zu leiten. Der erste Mensch, den ich zum Herrn führte war ein Chinese. Und einige Zeit später bestand die Gemeinde, die ich leitete aus über 50% ethnischen Chinesen aus Malaysia, Singapur und Taiwan bestand. Auf eine Art, wie nur Gott es kann setzte Er die Puzzleteile zur richtigen Zeit zusammen.
Eine meiner Hauptaufgaben bei Antioch Missions - Chinese Church Support Ministries war die Leitung vieler Kurzzeitteams, in denen ich einige Hundert Männer und Frauen aus mehr als 12 Nationen nach China gebracht habe. Die vielen Erfahrungen und erstaunlichen Zeugnisse werden Thema eines Buches sein, das ich schreiben möchte, wenn ich in Rente gehe! Zweifellos war es meine größte Freude zu sehen, wie Gott die Herzen einige Teilnehmer berührte, die nicht nur in ihre Heimatländer zurückkehrten, um zu beten und andere einzuladen, die Gemeinde in China zu unterstützen, sondern die Gottes Ruf zu einem vollzeitlichen Dienst gehört und sich dann der Antioch School of Missions angeschlossen haben. Einige von ihnen sind mittlerweile nicht nur im chinesischen bewandert, sondern auch in den Sprachen der Minderheiten zu denen Gott sie gerufen hat. Mein weiterführendes Privileg war es außerdem, sie auf dem Missionsfeld zu besuchen und ihnen pastorale Betreuung zu geben.
Der Hauptfokus der Fürbitteteams, die ich geleitet habe war es, Zeit unter einigen der unerreichten Volksgruppen Chinas zu verbringen, unter denen es noch keine etablierten Gemeinden gibt. Gott erlaubte uns gnädig einen Einblick in sein liebevolles Herz und Sein Mitleid mit diesen Menschen, was die Fürbitte nicht nur einfach machte, sondern uns große Freude und Vergnügen brachte. Durch diese Zeiten bestätigte Gott, dass Er unsere Fürbitte nutzte, um ihre Herzen für die Liebe Jesu zu öffnen. Bei einige Gelegenheiten erlaubte er uns, die direkte Antwort auf unsere Gebete zu erleben, was uns ermutigte, unsere Gebete noch ernster zu nehmen.
Mit einem Team kamen wir am Bahnhof an und stellten fest, dass die Betten, die wir im Voraus der 27 stündigen Reise gebucht und bezahlt hatten konfisziert worden waren und man wies uns stattdessen harte Sitze am Ende des Zuges zu. Später fanden wir heraus, dass höhere Mitglieder der kommunistischen Partei an einem Treffen in der Stadt teilgenommen hatten und nun meinten, dass sie die Betten dringender benötigten! Obwohl wir zunächst verärgert waren, fanden wir schon bald heraus, dass Gott seine Gründe hatte, das zu erlauben.
Mir wurde ein Sitz neben einem chinesischen Geschäftsmann zugewiesen, den ich David nennen möchte. Er sprach hervorragendes Englisch und erklärte, dass - obwohl von seinen Eltern als Buddhist erzogen worden war - er in der vergangenen Woche darüber nachgedacht habe, ob der Gott aus den christlichen Hymnen, die ihm seine Großmutter vorgesungen hatte vielleicht real sei. David war im Geschäftsleben extrem erfolgreich und hatte sich mit seiner Frau und Tochter niedergelassen, aber der Buddhismus und das Geld verdienen hatten ihren Glanz verloren und er wusste, dass es im Leben noch mehr geben musste. Innerhalb der ersten Stunde unserer Reise wurde er errettet und seine Verwandlung und tiefe Freude waren in seinem leuchtenden Gesicht abzulesen.
Einige Chinesen in angrenzenden Abteilen bemerkten, dass etwas einzigartiges stattfand und wollten die Nachricht Gottes hören. Einmal zählte ich zweiunddreißig Menschen, die sich hereinquetschten, um zu hören, was ich sagte. David war so hungrig nach mehr von Gott, dass ich ihn bat, für mich zu übersetzen. Er stimmte gerne zu. Beginnend bei Genesis hatte ich in den nachfolgenden Stunden die Gelegenheit und freute mich, von Gottes Plan für die Menschheit zu erzählen.
Als ich eine Pause machte, um Luft zu holen stellte ein Chinese eine Frage, die ich wohl niemals vergessen werde. „Warum haben wir davon noch nie gehört?" sagte er. Warum haben wir noch nie von einem Gott gehört, der uns so sehr liebt, dass er für uns starb, um uns ewiges Leben zu geben?" Einen Moment lang war ich sprachlos und wusste nicht, was ich sagen sollte. Schließlich sagte ich: „Es tut mir leid, ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich sicher: Unser Zusammentreffen heute wurde von Gott arrangiert." Vor Ende der Zugreise gaben er und fünf weitere Menschen ihr Leben dem Herrn.
Die ganze Nacht hindurch kamen chinesische Männer und Frauen mit unterschiedlichen Gebetsanliegen an das Ende des Zuges. Zu unserer großen Überraschung beantwortete Gott einige dieser Anliegen sofort. Ich brauche wohl kaum zu erwähnen, dass wir nicht geschlafen haben, aber die Freude, die wir erlebten, machte unsere Müdigkeit und den fehlenden Komfort wieder wett. Etwas, das ich aus dieser und anderen Begebenheiten im Laufe der Jahre gelernt habe ist, dass wir einem Gott dienen, der jede Situation zum Guten wendet und dass denen, die Gott lieben, alle Dinge zum Guten mitwirken, denen, die nach seinem Vorsatz berufen sind. (Römer 8.28)
Während einer anderen Bahnreise, kurz bevor Hongkong an China zurückging waren die Grenzkontrollen sehr streng und Ausländern wurden ihre Visa gestrichen, weil sie Bibeln mitführten oder evangelisierten. Ich warnte also alle unsere Teammitglieder eindringlich, nicht über ihren Glauben zu sprechen um sich selbst, aber auch das gesamte Team keinem Risiko auszusetzen. Ich hatte einigen der chinesisch sprechenden Teammitglieder erlaubt, sich auf allgemeine Gespräche mit Menschen einzulassen und zwei Stunden später kamen zwei der Teammitglieder zu mir und baten sehr höflich um die Erlaubnis, einer Mutter und ihrer Tochter vom Evangelium zu erzählen mit denen sie sich unterhalten hatten. Zunächst war ich verärgert, dass sie mich überhaupt fragten, aber dann erzählten sie mir den Grund.
Für die 18 jährige Tochter war dies die erste Zugreise und sie begleitete ihre Mutter aufs Land, um ihre kranke Großmutter zu besuchen. Am Abend zuvor hatte sie einen Traum. In diesem Traum sprach sie mit einigen Ausländern in dem Zug (etwas, das sie zuvor noch nie getan hatte) und als sie mit ihr sprachen, floss Licht von ihren Lippen und ihre Worten brachten eine solche Freude in ihr Herz. Also fragte sie ein Teammitglied: „Habt Ihr Worte, die ihr mir sagen könnt, damit mein Traum einen Sinn ergibt?" Wie konnte ich dem Teammitglied die Erlaubnis verwehren, das Evangelium zu bringen? Innerhalb von 30 Minuten waren Mutter und Tochter, die beide zuvor noch nie von Jesus gehört hatten, wiedergeborene Kinder Gottes.
Es würde den Rahmen sprengen, noch weitere wundervolle Zeugnisse zu teilen, aber ich bin immerwährend begeistert, dass, wenn wir uns Gott zur Verfügung stellen, Er göttliche Verabredungen mit denen arrangiert, die ihn kennenlernen möchten.
Ein weiterer Höhepunkt meiner Zeit mit AM-CCSM war die Gelegenheit, mit Ross Paterson zu Gottesdiensten, Missionskonferenzen und Teams in unterschiedlichen Ländern zu reisen und zu dienen. Unsere Gaben sind sehr unterschiedlich und es war eine Freude zu sehen, wie Gott sie zu Seiner Ehre ergänzt hat. Während unserer gemeinsamen Reisen freute ich mich immer auf Ross' morgendliche Tasse echten englischen Tees! Manchmal gab Gott uns sogar die Möglichkeit beim Golfen oder Angeln zu entspannen und brachte so den Englischen Australischen Wettkampfgeist hervor. Das sind wundervolle Erinnerungen.
Während ich eigentlich erwartet hatte, bis in den Himmel gehe oder bis dass Jesus wiederkehrt bei AM_CCSM zu dienen, machte Er mir Ende 2010 deutlich, dass Er andere Pläne für mein Leben hat und ich zum Ende des Jahres 2011 meinen Dienst beenden würde. Das anzunehmen brachte eine Mischung aus Freude und Aufregung mit sich. Während ich diesen Artikel Ende November schreibe bin ich mir noch nicht sicher, was ich genau tun werde, aber der Herr hat mir deutlich gemacht, dass er meine Nahtod Erfahrung und die daraus resultierenden Erkenntnis im Bezug auf Traumata vor drei Jahren nutzen will, um mich in die nächste Phase meines Dienstes zu leiten.
Also verabschiede ich mich traurig von meinem Dienst bei AM-CCSM und den wundervollen Menschen, die ich das Privileg hatte kennen zu lernen. Vor allem möchte ich Helen Pirouet danken, die fast die ganze Zeit freiwillig als Administratorin gearbeitet hat. Ohne ihre Fähigkeiten und Hingabe wäre der Dienst in Australien nicht so erfolgreich gewesen. Außerdem danke ich meiner Frau Margaret und meinen drei Kindern Zoe, Nyree und Zachary für ihre Liebe, Unterstützung und Opfer in den letzten 17 Jahren, ohne die meinen Ruf nicht hätte erfüllen können. Es gibt noch so viele andere Menschen, die ich alle gar nicht einzeln aufzählen kann und die doch ein wichtiger Teil des Dienstes für AM-CCSM Australien, Südafrika und Neuseeland sind. Jedem von ihnen gilt mein großer Dank und meine tiefe Wertschätzung für alles, was sie getan haben. Ich möchte ihren großen Lohn im Himmel nicht schmälern, deshalb erwähne ich sie hier nicht!
Mit Liebe und Segenswünschen
James Goss
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