Situation noch immer angespannt | AM-CCSM

« Gebetsbriefe ▲ Vorherige: Eine “Große Mauer” der Stabilität ▼ Nächste: Ein Wort unseres Internationalen Direktors

Situation noch immer angespannt

Eingestellt am 12. April 2009.

„Über 50 Tage lang wurde er auf unmenschlichste Art und Weise gefoltert. Er wurde gezwungen, 13 Tage und Nächte auf dem blanken Fußboden zu liegen, während er mit Elektroschlagstöcken traktiert wurde und man seine Genitalien mit Zahnstochern durchstach. Er schrieb: ;Überall wurde ich mit dem Elektroschlagstock behandelt. Und mein ganzer Leib, mein Herz, meine Lungen und meine Muskeln begannen unkontrolliert unter meiner Haut zu zucken. Ich krümmte mich auf dem Boden vor Schmerzen und versuchte, wegzukriechen. Wang (einer der Verhörenden) behandelte mich daraufhin mit dem Elektroschlagstock im Genitalbereich.'" - Auszug aus einem Bericht von „China Aid" über den christlichen Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng

„Ich wurde von dem Büro für Öffentliche Sicherheit (PSB) zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt - als Geisel. Während meines Gefängnisaufenthaltes kamen die Pekinger PSB-Leute in mein Gefängnis, verhörten, bedrohten und schikanierten mich unzählige Male. Sie wiesen sogar die anderen Gefängnisinsassen an, mir meine gesamte Kleidung wegzunehmen, und sie zwangen mich, abends alleine draußen zu stehen, wobei sie mich nicht schlafen ließen. Sieben Gefangene bewachten mich reihum. Man erlaubte mir nicht, mich zu bewegen, auch nicht, wenn die Moskitos mich stachen, andernfalls hätten sie mir ins Gesicht schlagen oder auf die Venen meiner Hände Druck ausgeübt. Ich hatte immer noch Wunden auf meinen Händen, die nicht verheilt waren. Die PSB-Offiziere zwangen mich sogar, meinen eigenen Urin zu trinken. Sie warnten mich, ja niemanden von der Folter, die ich erfahren hatte, zu berichten." - Zitat - Shuan Shuying, eine 79 Jahre alte Christin aus einer Hausgemeinde

Diese beiden, oben zitierten, schrecklichen Berichte der Organisation „China Aid" mögen vielleicht nicht für die Erfahrungen des durchschnittlichen chinesischen Christen typisch sein, aber sie machen wirklich deutlich, bis zu welchem Punkt einige Polizeibeamte in China gehen können. Die Olympischen Spiele in Peking mögen vorbei sein, aber die Situation für die Christen bleibt angespannt. Razzien auf nicht registrierte Hausgemeinden halten an. Laut eines Berichtes von „Compass Direct" sammelt die Regierung im Stillen Daten über Gemeindewachstum, mit Erhebungen an Universitäten und Arbeitsplätzen unter der spezifischen Fragestellung, ob die Befragten Christen seien. Beamte der Kommunistischen Partei haben an verschiedenen Institutionen Pekings Versammlungen einberufen, um die vom Einfluss ausländischer Religionen ausgehenden anzunehmenden Gefahren zu diskutieren. Hausgemeindeleiter in Peking sagten, die Verhältnisse schienen jetzt noch gespannter als während des Zeitraums im Vorfeld der Olympischen Spiele.

Betet für den christlichen Menschenrechtsanwalt Gao Zhisheng, der am 4. Februar erneut verhaftet wurde und dessen Verbleib zurzeit unbekannt ist. Betet auch für seine Frau und seine zwei Kinder, die vor kurzem in die Vereinigten Staaten geflohen sind.

Betet für Shuan Shuying, die am 8. Februar aus dem Gefängnis entlassen wurde - genau einen Tag vor dem Tod ihres Ehemannes. Ihr Sohn, Pastor Hua Huiqi, und dessen Frau werden immer noch auf Schritt und Tritt verfolgt, wohin sie auch gehen.

Betet für alle Christen in China, die von Autoritätspersonen bedroht und verfolgt werden. Betet für Stärke, für Schutz und Ermutigung und dass der Friede des Herrn in ihrem Herzen regiere.

 

Comments

No one has commented on this page yet... be the first!

Comments posted here are of the view of participants and do not necessarily reflect ours.

Post your comment

RSS feed for comments on this page | RSS feed for all comments


« Gebetsbriefe ▲ Vorherige: Eine “Große Mauer” der Stabilität ▼ Nächste: Ein Wort unseres Internationalen Direktors